Vereinsgründung 1971                                                                                                                                                       

 Gründungsversammlung 11.11.1971

 Anton, Erich                      Prof. Dr. Prinz, Wolfram 

Apel, Herfried                    Raffalzik, Horst

Becker, Ludwig                Schmitz, Christa

Berkes, Stefan                 Schulz, Walter

Freimuth, Heidemarie    Trautmann, Hans

Hartz, Günther                  Weber, Hans Jürgen

Jungk, Reinhard              Woitge, Peter

Lipp, Wolfram                   Würz, Walter

Chronik des Tennisclubs Ober-Ramstadt

Im Jahr 1965 sprach unser ehemaliger 1. Vorsitzender und Ehrenvorsitzender Hans Trautmann erstmals mit dem damaligen Bürgermeister Frankenberger über den Bau von Tennisplätzen am Sportplatz „In der Aue“. Da es in Ober-Ramstadt keinen Tennisclub gab, auch nicht als Unterabteilung eines bestehenden Vereins, musste ein eigener Tennisclub gegründet werden. Die zum Teil großen Probleme bei den allgemeinen Vorbereitungen wurden von Hans Trautmann durch großen persönlichen Einsatz und seinen guten Verbindungen überwunden. Von der Idee bis zu einem konkreten Treffen im Frühsommer 1971 war es ein langer und steiniger Weg. Am 11. November 1971 war es nun soweit. 16 Personen fanden sich im Nebenzimmer des „Hessischen Hofes“ ein. Nach Schilderung der Lage war man bereit, einen Tennisclub zu gründen. Es waren dies: Erich Anton, Herfried Apel, Ludwig Becker, Stefan Berkes, Heidemarie Grünwald, Günther Hartz, Reinhard Jungk, Wolfram Lipp, Prof. Dr. Wolfram Prinz, Horst Raffalzik, Christa Schmitz, Walter Schulz, Hans Trautmann, Hans Jürgen Weber, Peter Woitge und Walter Würz. Herr Prof.Dr. Prinz schlug der Versammlung dann vor, Herrn Trautmann mit der weiteren Arbeit zu betrauen, da er schon eine Menge Vorarbeit geleistet und die besten Kontakte habe. Der Vorschlag fand allgemeine Zustimmung und so wurde erstmals ein Vorstand unter Vorsitz von Hans Trautmann gewählt. Ein paar Tage später konnte man dem Bürgermeister die Gründung des Tennisvereins melden. Nebenher liefen die ersten Kontakte für die Freiplätze. Herr Bürgermeister Kleppinger schlug vor: Die Stadt baut die Plätze und stellt diese dem Verein zur Verfügung, wie bei einem Fußballplatz.Gemeinsam fuhr man in das Sozialministerium nach Wiesbaden, um sich zum Bau der Plätze beraten zu lassen. Die Stadt schlug vor, die Plätze links von der Festhalle zu bauen, an dessen Stelle heute der Basketball- und Bolzplatz ist. Wiesbaden lehnte ab. Da die Stadt jedoch Gelder vom Land Hassen und vom Kreis haben wollte, mußte sich diese an die Bedingungen und Auflagen der vorgesetzten Behörde halten, welche genaue Vorschriften für den Bau von Tennisplätzen erlassen hatte.

Die Platzvorschläge wurden nicht angenommen. Das Sozialministerium verlangte eine Ost-West-Lage, was an der beschriebenen Stelle nicht mehr möglich war. Man erinnerte sich der alten Pläne: hier waren die Tennisplätze auf der Südseite des Fußballfeldes eingezeichnet, jedoch in falscher Lage. Beim Drehen der Plätze zum Schleifweg hin fehlte der Stadt ein Grundstück, aber dieses Hindernis konnte gut überwunden werden. Zunächst schien alles sehr glatt zu laufen. Inzwischen hatte sich jedoch eine Opposition gebildet, die sich weigerte, den Vorstellungen des Bürgermeisters zu folgen und damit die Möglichkeit nahm, die Plätze für den Tennisclub zu bauen. Mit den Gegnern und Befürwortern fand ein Treffen beim Wirt „Zum weißen Roß“ statt, bei dem jedoch kein gemeinsamer Nenner gefunden wurde. Die Stadt konnte also die Plätze nicht bauen. Nach einigem hin und her erreichte der Bürgermeister, dass uns von der Stadt das Gelände auf der Basis einer Erbpacht auf 33 Jahre mit Verlängerung zur Verfügung gestellt wurde. Aber nun musste der Club die Plätze selbst bauen. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 12. März 1974 stellte der Vorstand die zuvor erarbeiteten Finanzierungspläne vor. Nach einer heißen Diskussion wurde vom überwiegenden Teil der Mitglieder (der Club war erst ca. 50 Mitglieder stark) die Finanzierung gebilligt. Am 10. August 1974 konnten die ersten zwei Sandplätze eingeweiht werden. Abb.: Bau der Plätze Im Vorjahr war die Grosssporthalle eingeweiht worden, und so konnte das Training dort aufgenommen werden. Ballübungen und Konditionstraining waren bis dahin in der Schulturnhalle der Lichtenbergschule möglich. Erstmals zeigte sich der Tennisclub anlässlich eines Festes in Rohrbach in der Öffentlichkeit. Im einheitlichen Weiß fielen die Mitglieder angenehm auf und man wusste jetzt überall, dass es in Ober-Ramstadt einen Tennisclub gibt.
1975 entstand die Umkleidebaracke und 1976 die Tenniswand mit Hartplatz zum Üben und Einspielen. 1977 folgte die erste Teilnahme an den Medenspielen.

1978 Bau der nächsten beiden Plätze, zu deren Einweihung die Freunde aus der Schwesterstadt Cogoleto (Italien), eingeladen wurden. Leider wurden die Plätze nicht fertig, was allerdings dem Turnier und der Freundschaft keinen Abbruch tat.1979 fuhr man zum Gegenbesuch nach Italien. Abb.: „Besuch der Tennisfreunde aus Cogoleto (5.-8. Juni 1981) = Bildunterschrift In dieser Zeit entstand aus der „Baracke“ ein kleines, nettes, gemütliches Clubhaus. Abb.: Glühweinabend 29. Januar 1982 Die ersten 10 Jahre waren gemeistert und es folgten einige notwendig gewordene Erweiterungen, da die Tennisgemeinde in dieser Zeit auf über 200 Mitglieder gewachsen war. 1985 Bau des Badehauses. Darin finden die Damen und Herren jetzt getrennte Umkleidekabinen, mehrere Duschen, Waschbecken und Toiletten. Außerdem ist Platz für einen Geräteraum und einen Vorraum mit Kleiderablage. Der Dachboden kann als zusätzlicher Abstellplatz genutz werden. Ein bis dahin ungewohnter Komfort hielt Einzug beim TCO. 1990 erweitert der Tennisclub Ober-Ramstadt die Anlage. Mit Hilfe der US-Army wird ein neues Gelände planiert und verdichtet. Es entstehen 2 zusätzliche Sandplätze, dadurch wächst die gesamte Anlage auf 6 Plätze an. Nach dem Wegebau und der Befestigung der Böschungsschutzmauer unter tatkräftigem Einsatz der Mitglieder kann im September 1990 die Eröffnung erfolgen. Die beiden neuen Plätze verfügen über eine automatische Berieselungsanlage. 1992 erwirbt der Tennisclub eine Blockhütte, die dem Platzwart als Gerätehaus dient. Ebenfalls 1992 kommt es bundesweit zu einem Schock für alle Freunde des Tennissports – Wassernotstand. Durch die Erlässe der Länder und Gemeinden bangen Viele Tennisvereine um ihre Existenz. Denn um die Qualität der Sandplätze zu erhalten Ist häufiges Wässern erforderlich. Beim Tennisclub wird man aktiv. Der Vorstand Beschließt den Bau einer Regenzisterne. Wasserersparnis pro Jahr: ca. 150.000 Liter. Die Versorgung der beiden Plätze 5 und 6 wird dadurch abgedeckt. Der TCO ist damit der erste Tennisverein im Landkreis mit einer Anlage dieser Art und wird somit zum Vorbild für andere Vereine.

1994 besucht der erste Vorsitzende, Prof. Dr. Siegrist, den Tennisclub unserer
Schwesterstadt St. André in Frankreich, um erste Kontakte aufzunehmen. Dies führt
1995 zum Gegenbesuch con 8 Tennisspielern aus St. André. Über Pfingsten nahmen
diese an einem Schleifchen-Turnier teil, das mit einem anschließenden typischen TCO
Grillfest sicher bei den Gästen in guter Erinnerung bleibt.

1996 feierte der TCO sein 25 jähriges Bestehen. Tennis hatte sich bis dahin zum
Breitensport entwickelt. Das starke Interesse an diesem Sport war sicherlich der
Verdienst der deutschen Vorzeige-Tennisspieler wie z. B. Boris Becker oder Steffi Graf.

Über die Jahre hat sich der TCO im Wettkampfsport etabliert und nimmt mit gutem Erfolg
an der Medenrunde mit vielen verschiedenen Mannschaften an der Medenrunde, die
jetzt Teamspiele heißen, teil.

2010 hat der Tennisclub annähernd 300 Mitglieder.
 
Den Tennisspielern stehen lizenzierte Trainer zur Verfügung.

Das Training der Jugendlichen wird durch den Verein mit großen Zuschüssen
unterstützt. 


Der Tennisclub Ober-Ramstadt freut sich über jeden Tennisinteressierten, aber auch
über jeden Gast, der einfach den Verein zu den verschiedenen Anlässen besucht oder
sich einfach mal einen Eindruck von der herrlichen Tennisanlage verschaffen möchte.